qr-code. evolution

am anfang die 21cm ­linie wasserstoff h1.
aus semiotik­strings und akronym­atomen
wächst evolution in den an/aus­habitaten
zu flächigen, dann räumlichen matrizen

durch paste&copy, fehlertoleranz und fehlerkorrektur.
geladene bytes aus dem hintergrundrauschen
kondensieren, masahiro­inhalte im abiotischen präsens
formen biome der redundanz.

der weißschwarzen dekonstruktion
muster endlich, ist ein lebenslicht sich
– tatsächlich, unterschiedlich, orientiert ­
im feuchtbrachen milieu.

leben als wesung, verwesung, vermehrung, verwendung.
in digitalen wattlandschaften und mischwaldsymbolen,
strömt subjekt zu objekt zu subjekt:
codegedanken im quadrat.

überall werden kreaturen
in begriffsbiotopen und bedeutungsmemen
wachsen biome von einsen und nullen in raum und zeit
– und wellen der poesie.

formen ein synonym der räume, der träume
vernetzen abreviaturen binärer notenschriften des seins
und – jetzt gib acht! im aufrechten gang
der herr der bitbiome und bezeichnungsbiotope.

so wird auch dann eine rose auch eine rose
werden licht und schatten zu endemischen fraktalen
manifest in der codierung nichteuklidischer vektoren
als code im code im code.

//hypertext und #hashtag
ergreifend, raumgreifend,
die ganze welt im subnet, planetar.

dann der griff nach den sternen,
der schritt in den kosmos,

singularität!

 



Veröffentlicht in: zeitschrift der schule für dichtung in wien / vienna poetry school

Veröffentlicht von

Johann Seidl

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