Was macht Menschen menschlich – oder unmenschlich? Was geschieht mit der Menschlichkeit, wenn Geschichte ihre dunkelsten Seiten zeigt?
Der Essay

Meinen Essay „Unter demselben Himmel“ schrieb ich für die Ausschreibung „Unmenschlich – Menschlich / Menschlich – Unmenschlich“ des Magazins zugetextet
Der Text nimmt 1942 zum Ausgangspunkt und spannt einen Bogen von der Wannseekonferenz über die Uraufführungen von „Bambi“ und „Das Dschungelbuch“ bis zur Mondlandung. Zwischen Krieg und Vernichtung, scheinbar heiler Filmwelt und technischem Fortschrittsglauben richtet sich der Blick immer wieder auf die Menschen dahinter: ihre Entscheidungen, ihre Überzeugungen und die Widersprüche, die menschliches Handeln ausmachen.
Denn Geschichte kennt nicht immer eindeutige Grenzen zwischen Gut und Böse. Menschen können Großes leisten und zugleich an Schrecklichem beteiligt sein. Wissenschaft und technischer Fortschritt können Hoffnung bedeuten – und gleichzeitig ungeheure Zerstörung ermöglichen.
Literarische Einordnung
„Unter demselben Himmel“ verbindet historische Reflexion, biografische Momentaufnahmen und essayistisches Denken. Die verschiedenen Schauplätze und Ereignisse stehen zunächst scheinbar unverbunden nebeneinander. Im Verlauf des Textes entsteht jedoch ein gemeinsamer Zusammenhang: die Frage nach der Verantwortung des Menschen für das, was er mit seinen Fähigkeiten tut.
Der Titel bildet schließlich den gedanklichen Rahmen des Essays: Unter demselben Himmel liegen menschliche Größe und menschliches Grauen erstaunlich nah beieinander.
