
„Neu denken – neu denken“ lautet das Thema einer Ausschreibung, die dazu einlädt, das Buzzword „Neudenken“ selbst zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Die Ausschreibung gab den Anstoß, einer Frage nachzugehen, die mich schon länger fasziniert: Wie können wir Zukunft denken – und wie kann die Science Fiction sie anders denken?
Mit meinem Essay „Der gute Ort – Science Fiction und das Neudenken der Zukunft“ habe ich mich bei der aktuellen Ausschreibung der edition schreibkraft beworben. Einsendeschluss war der 22. Juli 2026
Im Mittelpunkt steht dabei die Eutopie – der gute Ort. Sie ist weder die perfekte Welt der klassischen Utopie noch die Schreckensvision der Dystopie. Sie beschreibt vielmehr eine mögliche Zukunft in einer unvollkommenen Welt: eine Gesellschaft, die mit Widersprüchen leben muss, sich selbst hinterfragt und immer wieder neu aushandelt, wie ein gutes Zusammenleben aussehen kann.
Gerade die Science Fiction eröffnet dafür einen besonderen Denkraum. Sie kann Zukunft nicht nur als Fortschreibung des Bestehenden oder als Warnung vor dem Kommenden erzählen, sondern Möglichkeiten erproben: Was wäre, wenn wir Zukunft tatsächlich neu denken?
Ob aus meinem Essay am Ende eine Veröffentlichung wird, entscheidet nun die Redaktion. Für mich hat sich die Auseinandersetzung mit der Frage jedenfalls schon gelohnt. Denn vielleicht beginnt Neudenken genau dort, wo wir aufhören, Zukunft immer nur als mehr zu denken.

Danke Jo, freue mich über dein Interesse 🙂
Das ist schon mal ein gutes Statement, macht mich neugierig.